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"GENAUER BETRACHTET SIND MENSCHEN AUCH NUR LEUTE"

Humboldt sagte einst: "Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“. Klingt schön. Ist aber schlichtweg falsch. Humboldt, der alte Hippie, scheint in einer sonderbaren Zeit und außerdem nicht im Ruhrgebiet gelebt zu haben. Sonst wüsste er: Das Leben an sich ist großartig, Menschen hingegen eher eine unschöne Begleiterscheinung.
Aber Schönheit ist Ansichtssache und Würde ein dehnbarer Begriff. Und was soll man auch tun? Die einzigen Optionen sind bedingungslose Anpassung oder ein isoliertes Leben auf dem eigenen Balkon. Denn draußen lauern sie - ob in Museen, Straßencafés oder unmittelbar vor der eigenen Haustüre – das humane Treiben ist ein einziger Marktplatz der Merkwürdigkeiten.

In Kurzgeschichten und Dialogsequenzen beschreibt Patrick Salmen die Widersinnigkeit von Jochen Schweizer-Erlebnisgutscheinen und selbstgebastelten Fotokollagen. Wir begegnen sarkastischen Rentner, schlagfertigen Kellnern, zynischen Postboten, dem Spülmonster und jeder Menge skurriler Gestalten. Es geht um die Ästhetik der Farbe Beige, die Zukunft des deutschen Eierkochers, kleine Prinzen in Körpern von dicken Truckern, Qualen des Nikotinentzugs und um die alles entscheidende Frage - Wo ist die Nase? Und obwohl der allgemeine Zweifel an der Menschheit oftmals überwiegt, offenbart sich oftmals zwischen Idiotie und Wahnsinn eine wundervolle Komik. Letztlich sind Menschen ja doch ganz ulkige Geschöpfe. Und im Grunde auch nur Leute.

„Als damals das Glück in der Suppe lag, hab ich eine Gabel benutzt. Aber so ist das - die meisten Humoristen sind Melancholiker. Die meisten Melancholiker sind Menschen. Und die meisten Menschen sind Chinesen.“

„Neulich habe ich mir einen Witz ausgedacht: Treffen sich zwei Träume. Beide platzen. Sie sehen, ich bin ein menschliches Partyhütchen.“

„Lieblingsmensch. Am Arsch.“



„ICH HABE EINE AXT"

Untertitel bitte ankreuzen (Je nach Zielgruppe und Altersdurchschnitt)
( ) Die hohe Kunst der Rhetorik
( ) Ein lustiger Lese-Spaß für die kleinen Halunken
( ) Ein didaktisch-pädagogischer Abend für die ganze Familie
( ) Titten, Techno, Tretboot fahren

Kuckuck, ihr Räuber! Ein Mann, ein Bart, eine Axt. Nach „Euphorie! Euphorie!“ nun das zweite Solo-Programm von Patrick Salmen - ein Geschichtenerzähler vom Feinsten mit wundervoller sonorer Hörbuchstimme. Das vermenschlichte Partyhütchen ist zurück auf den Welten, die ein Brett bedeuten. Wie sagte doch einst der Kafka-Franz? „Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“ Salmen widerspricht. „Ein Buch ist ein Buch. Eine Axt ist eine Axt.“ Mit staubtrockenem Humor, Wortwitz und dem gewissen herzlichen Ruhrpottcharme präsentiert der Märchenonkel satirische, herrlich abwegige Geschichten über die Idiotien und Absurditäten der Menschheit. Mal spöttisch und böse, doch immer mit einem charmanten Augenzwinkern und einer großen Portion Selbstironie. Der deutschsprachige Meister im Poetry Slam von 2010 verbindet die abstrusen bitterbösen Erzählungen mit einigen brandneuen Geschichten aus seinem druckfrischen neuen Erzählband „Das bisschen Schönheit werden wir nicht mehr los“. Zwischen den Geschichten gibt es neue Rätsel vom Ratefuchs und jede Menge Firlefanzerei. Und wenn man im Leben mal nicht weiter weiß... die Universalantwort auf alle Probleme lautet „Ich habe eine Axt!“

Hier das Programm in Kurzform: Kuckuck. Dies. Das. Zack. Riesenanakonda. Alle tot.
„Salmen hat zwar weder die bratislavische Bratwurst noch die Pforzheimer Pfanne, dafür aber im stolzen Alter von sieben Jahren ein Wuppertaler Scrabble-Turnier gewonnen. Und menschlich ist er auch ganz knorke.“ (Agent)
„Salmen bewegt sich auf der Bühne so schnell, dass es für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar ist. Man meint, er würde die ganze Zeit sitzen.“ (Mutter)
„Ich habe kein Wort verstanden. Aber diese Stimme! Huihuihui. Ich bin ganz wuschig.“ (ein willkürlicher Passant)
„Kann man nicht auch einfach zuhause bleiben? Ja. Sie können sich aber auch einen schiefen Nagel in die Stirn rammen und behaupten sie wären Mecki, das behinderte Einhorn.“ (Salmen)
(inkl. der bärtigen Hitsingle „Rostrotkupferbraunfastbronze“)



„EUPHORIE! EUPHORIE!“

Mit staubtrockenem Humor und jeder Menge Selbstironie spricht Salmen in seiner Lese-Show über die Analogie zwischen Holzfällen und Empfindsamkeit, über die Perversion von digitalem Kaminfeuer, über den Nasendieb, kreative Hobbyfotografen und allerlei Absurditäten des Lebens.
Bei Erzählungen wie „Brigitte“, „Witzig, sprach der Clown und sprang vom Hochhaus“, „Euphorie! Euphorie!“ oder „Lyrik und Luftflottenkriege“ soll es vorgekommen sein, dass Zuschauer sich vor lauter Bauchmuskelkrämpfen grunzend über den Boden gerollt haben.
Aber immer wieder zwischendurch liest er Geschichten aus seinen Büchern vor, ruhig, einfach zum Zuhören. Hier stoßen sie auf die Faszination des Strommastsurrens, auf alte Damen, die mit ihren Regenhauben als Heißluftballons in den Himmel aufsteigen, auf leisen Zweifel und Lautmaler, auf den Zauber des Geschichtenerzählens, auf Zwischenrealitäten und Zugvogelforscher.

„Die schönste Form des Rollkofferratterns erfolgt auf den geriffelten Metallbodenplatten beim Verlassen der Flughafenrolltreppe. Es klingt wie das Schnurren einer exakt 3 ½ Jahre alten Katze“.
Aufgelockert wird der Abend mit zahlreichen Anekdoten sowie den bekannten Literatur- und Geographierätseln. Laut Aussage des Autors „bescheuert, aber liebenswert“